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54. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Lingen – Externe Jury bewertet

Erfolgreiche Teilnehmer bei „Jugend musiziert“. Nicht alle Erstplatzierten waren bei der Wertungsbekanntgabe durch Simeon Velinski (rechts) und Lulzim Bucaliu (links mit Hut) dabei. Foto: Johannes Franke


Während des 54. Wettbewerbs „Jugend musiziert“ haben die Teilnehmer verschiedener Altersklassen beim Regionalwettbewerb in der Musikschule des Emslandes ihr Talent und Können bewiesen.

Spannend wurde es, als um 19 Uhr in der Aula der Musikschule Simeon Velinski, Vorsitzender des Regionalausschusses des Emslandes und der Grafschaft Bentheim, sowie sein Stellevertreter Lulzim Bucaliu die Wertungen der Juroren bekannt gaben. Über die Gesichter der Solisten oder der Ensemblemitglieder huscht ein Lächeln, als sie für ihre Altersgruppe und Instrumentalbeiträge die Wertungen vernehmen.

Für die meisten der 75 Teilnehmer ist es der erste Wettbewerb, doch einige sind bereits zwei, drei oder viermal dabei. Sie alle können stolz auf sich sein, denn die Fach-Jury vergab Punkte zwischen 15 und 25. Das bedeutet, die Kinder und Jugendlichen zwischen sieben und 19 Jahren waren allesamt Gewinner der ersten drei Plätze.

Jüngster Teilnehmer war Hendrik Nießing, der mit vier Klavierbeiträgen aus unterschiedlichen Epochen die Juroren überzeugte, sodass sie ihm 25 Punkte in der Altersklasse I gaben. „Ich freue mich so sehr“, strahlte der Siebenjährige. Am Landeswettbewerb darf er trotz seines virtuosen Spielens noch nicht teilnehmen. Die Violoncello-Ensemblebeiträge von Miriam Lampenschulten, Montje Kuhlmann und Angelina Dederer waren ebenso meisterlich, dass sie mit 23 bis 25 Punkten in ihrer Altersgruppe II den ersten Platz erzielten und am Landeswettbewerb teilnehmen dürfen. Wie einst Ringo saß der 13-jährige Quentin hinter seiner „Schießbude“ und ließ die Sticks als Solodrummer über die Trommeln und Becken sausen. „Mit Percussion in der Grundschule fing ich an. Das war mein Ding. Heute spiele ich am Marianum in der Schulband“, freut sich Quentin.

Auf ihren Instrumenten wie Klavier, Violine, Violoncello, Kontrabass, Saxofon, Klarinette, Fagott, Querflöte, Trompete oder Schlagzeug spielen die Teilnehmer oft schon seit Kindesbeinen. Sie erhalten Privatunterricht oder gehen zur Musikschule. „Es ist egal, wo sie herkommen, sie können sich anmelden und nach dem strengen Regelwerk spielen“, sagt Simeon Velinski. Die externen Juroren sind auch ein Garant dafür, dass „neutral bewertet wird“, betont er. Musiker und Jurymitglieder kennen sich nicht. Nach den Vorträgen zieht sich die Jury zur Beratung zurück. Wer will, kann später zu einem Beratungsgespräch kommen. Aber die Wertung erfährt jeder erst am Abend. Wie auch Wiebke Kuhlmann und Nikolai Malorny, die auf dem Euphonium und der Trompete als gemischte Blechbläserbesetzung die Jury überzeugte und in ihrer Altersgruppe VI es sogar bis zum Bundeswettbewerb schaffen können.

Auf den zwölfjährigen Linus Hammer wartet als Sieger bald der Landeswettbewerb, bei dem er mit seiner Violine und 25 Punkten im Gepäck aufspielen wird.

Quelle: Lingener Tagespost, den 23.01.2017