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Twist legt Wert auf Kulturförderung

Den musikalischen Nachwuchs bildet die Musikschule des Emslandes aus. Foto: Musikschule


Der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur der Gemeinde Twist hat empfohlen, die Kulturangebote und die Jugendarbeit weiter im gewohnten Ausmaß zu fördern.

Direktor Martin Nieswandt stellte die Musikschule des Emslandes vor. 19 Städte, Gemeinden und Samtgemeinden im Landkreis sind Mitglieder im 1965 gegründeten Trägerverein. Ziel ist ein breites Angebot musikalischer Bildung vom Kleinkind bis ins hohe Alter. „Wir wollen in der Fläche präsent sein“, betonte Nieswandt und wies auf 152 Unterrichtsorte im Emsland hin. Er beschrieb den hohen Qualitätsanspruch, der sich in stetigem fachlichen Austausch, in Fortbildungen und im Qualitätsmanagement zeigt. Es gebe eine große Unterrichtspalette, zu der Orchesterinstrumente, Gitarre, Schlagzeug, Ballett, Gesang, Klavier und Akkordeon gehören. Neben dem Einzelunterricht werden Ensemblefächer, Theorie und Studienvorbereitung angeboten, und dies vernetzt mit anderen Kultureinrichtungen. Die Lehrkräfte sind professionelle Musiker, die in Twist-Bült und Hebelermeer zurzeit musikalische Früherziehung leisten und Unterricht für die Blockflöte, Streichinstrumente und Blechblasinstrumente geben.

Kritisch hinterfragt wurde das Verhältnis von aktuell 57 Teilnehmern aus Twist zum von der Gemeinde gezahlten jährlichen Mitgliedsbeitrag von 15.321 Euro. Stefan Ählen (CDU) und Anna van der Stad (SPD) regten eine Ausweitung der Angebote und bessere Werbung an. Die Sprecherin der Schulen, Ute Reker, kündigte an, den Kontakt zum Grundschulverbund zu vermitteln.

8772 Euro will die Gemeinde für die sieben Büchereien ausgeben. Bürgermeister Ernst Schmitz stellte die Statistiken vor. Es gab einen leichten Anstieg der Nutzerzahlen. Sowohl in der Hauptbücherei St. Georg, als auch in der Nebenbücherei Vinzenz-von-Paul und in der Bücherei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Nazareth sind die Medienbestände verkleinert worden. Schmitz erklärte dies damit, dass von Zeit zu Zeit alte Medien aussortiert werden, um Platz für Aktuelles zu schaffen. Dies sei bei der Bücherei Vinzenz-von-Paul in Zusammenhang mit der Renovierung der Räume geschehen, die jetzt vollendet ist. Renate Brand-Emme (CDU) wies darauf hin, dass die Kultur- und Jugendförderung durch die Gemeinde eine freiwillige Leistung ist, die trotz angespannter Haushaltslage weiter in gewohntem Umfang gewährt wird.

 

Die Sportvereine sollen wieder Zuschüsse für die Jugendarbeit bekommen. Diese richtet sich nach der Zahl der Kinder und Jugendlichen, die als Vereinsmitglieder gemeldet sind. Bürgermeister Schmitz merkte an, dass es in den vergangenen Jahren aufgrund des allgemein zurückgehenden Anteils an der Gesamtbevölkerungszahl weniger Sportler im Jugendalter gibt. 2016 waren es in der Gemeinde noch 1317, im vergangenen Jahr 1270 und aktuell sind 1246 gemeldet. Die Geburtenzahlen lassen aber ein Ende dieser Entwicklung erwarten. Genau 7000 Euro sollen 2018 an die Vereine ausgeschüttet werden.

Quelle: Meppener Tagespost, den 22.01.2018