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Musikalische Glanzleistungen im Lingener Theater - Überzeugende Auftritte

Auf ganzer Linie überzeugte das Ensemble rund um die Musikschule des Emslandes mit seinem musikalischen Programm zu „Rock meets Orchestra“ 2018 . Foto: Jessica Lehbrink

 

Es ist eine Mischung aus seichten Balladen, poppigen Rock-Songs und jenen Liedern gewesen, welche die Besucher aus ihren Stühlen rissen: Am Samstag und Sonntag des vergangenen Wochenendes hat die Musikschule des Emslandes im Theater an der Wilhelmshöhe Lingen mit „RoMeO“ zwei grandiose Konzerte der besonderen Art zum Besten gegeben.

Eins, zwei, drei erklang der Takt, auf den ein absolut mitreißendes Konzert folgen sollte. „RoMeO – Rock meets Orchestra“: ein klassisches Orchester vereint mit modernen Klängen. Mit dieser Inszenierung hat die Musikschule des Emslandes, insbesondere Julian Zwoch, zuständig für Leitung und Arrangement, ganze Arbeit geleistet. An vorderster Front standen vier herausragende Sänger, denen die Leidenschaft zur Musik deutlich anzumerken war: Daniel Durst, Wolfgang Kohne, Anna Budden und Vera Tegeder. Jeder von ihnen stach mit Besonderheiten hervor.

Lieferte Durst mit seiner außergewöhnlichen Stimme, mit der es ihm nicht schwerfiel, selbst Songs wie „666 The Number of the Beast“ von Iron Maiden oder „Rock you like a Hurricane“ von den Scorpions auf die Bühne zu schmettern, sorgte Kohnes Stimme, welche ebenso gut in einem Musical Platz finden würde, für Gänsehautmomente. Das bewies er vor allem mit dem Song, der laut dem Sänger zum „Pflichtprogramm“ zählt: „Who wants to live forever“ von Queen. In perfekter Harmonie mit einem auf dem Punkt präsenten Orchester, imponierte Kohne und erhielt dafür stehende Ovationen.

 

Große Bandbreite

 

Vera Tegeder zeigte, welche Bandbreite ihre Stimme hat und überzeugte mit „Music is my first Love“ von John Miles genauso wie mit rotzigen Tönen bei „I need Hero“ von Bonnie Tyler. Überwältigend! Den Soul in ihrer Stimme gepachtet hat Anna Budden, die sich mit „Bohemian Rhapsody“ von Queen an einen der schwierigsten Rock-Klassiker wagte. Zusammen mit der Schola Surwold unter der Leitung von Patrick Schütte wieder eine klasse Leistung.

Wenn bei Veranstaltungen die Rede davon ist, dass „für jeden etwas geboten wird“, kann sich „RoMeO“ voll und ganz hinter diese Aussage stellen, denn es gab niemanden, der nicht vor Begeisterung aufsprang oder sich bei „Thunderstruck“ von AC/DC und der Zugabe, „Seven Nation Army“ von den White Stripes, zum Mitsingen verleiten ließ.

Etwa 100 Musiker, der Großteil bestehend aus dem Orchester der Musikschule rund um Dirigent Martin Nieswandt, lieferte ab – und das über den ganzen Abend. 450 Besucher am Samstag- und 370 am Sonntagabend folgten dem Ruf der perfekten Symbiose aus Klassik und Rock. Für ein „musikalisches Feuerwerk“ wie dieses, wären einige Besucher mehr jedoch angebracht gewesen.

Quelle: Lingener Tagespost, den 12.06.2018