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Adventskonzert der Musikschule des Emslandes e.V.

Das Sinfonieorchester gemeinsam mit dem Jugendorchester Emsland: Martin Nieswandt dirigiert "das größte Orchester des Emslandes" bei der Adventsgala der Musikschule. Foto: PeterLöning
Szenen aus dem Ballett "Schwanensee" bei der Adventsgala der Musikschule.
"Bald ist Weihnachten" - ein Beitrag der "Musikschlawiner" aus der Meppener Jacob-Muth-Schule bei der Adventsgala der Musikschule
David Brookers "Boogie Bass" die Kinder vom "Streichelzoo" tragen hier natürlich Sonnenbrille. "Oh Yeah!"

 

Ausverkauftes Haus für die Adventsgala der Musikschule des Emslandes im Lingener Theater: Die auftretenden Orchester und Ensembles aus dem gesamten Landkreis setzten sich aus wohl mehr als 200 Mitwirkenden zusammen.

Dabei hörte man eher „kleinere“ Kammermusikbesetzungen mit Musik für vier und auch welche für 21 Querflöten, daneben eine Suite für fünf Gitarren. Sechs junge Tänzerinnen gaben einen kleinen Einblick in die Ballettabteilung der Musikschule. 

Farbenfrohe und auch anrührende Beiträge lieferten die „Musikschlawiner“, ein 16-köpfiges Instrumentalensemble als Kooperation der Musikschule mit der Meppener Jacob-Muth-Schule.

Das deutliche Hauptaugenmerk bei der Programmgestaltung lag sicherlich und eindrücklich bei der Vorstellung aller möglicher orchestraler Möglichkeiten, welche die Musikschule derzeit bietet.

Da sind zunächst die Jüngsten im „Streichelzoo“, die bereits als Siebenjährige hier auf großer Bühne und mit Sonnenbrillen versehen einen „Boogie Bass“ zum Besten gaben. „Oh Yeah!“ Aber auch zwei Weihnachtslieder und etwas Movie Action stand auf ihrem Programm.

Als nächste Stufe auf der Orchesterleiter folgte der „Streicherchor“, eine Formation die es so eigentlich nicht gibt. Sie setzt sich auch vier verschiedenen Streicherchören im Landkreis zusammen, die sich erst im Herbst bei einer Orchesterfreizeit zu dem zusammenfanden, was sie hier dann imposant vorzeigen konnten. In seiner Moderation bemerkte Schulleiter Martin Nieswandt, dass die Spieler hier deutlich fünf bis zehn Zentimeter größer seien als noch jene im Streichelzoo.

Noch jung als Einrichtung ist das Jugendorchester Emsland, das sich schon in seinem Repertoire gesteigert sinfonisch zeigte. Wenn auch in teilweise abspeckenden Bearbeitungen gab es doch hier schon hörenswerte Werke namhafter Meister wie Antonio Vivaldi, Gustav Holst oder Bedřich Smetana zu hören. Aber auch Ausflüge zum „König der Löwen“ oder „Star Trek“. Hier finden erstmalig auch Bläser ihren Platz, waren die zuvor gehörten Orchester doch reine Streichorchester.

Die Krone dessen, was die Musikschule den Orchestermusikern bietet ist dann aber das Sinfonieorchester. Ihnen oblag es, den Balletttänzerinnen die Musik zu liefern mit Ausschnitten aus dem Nussknacker und Schwanensee, den wohl berühmtesten Balletten, beide von Pjotr Tschaikowski.

Um aber der Krone noch etwas darauf zu setzten versammelten sich Sinfonieorchester und Jugendorchester am Ende zum großen Finale und füllten so den letzten Meter des Bühnenbodens für „Prime Minister’s Love Theme“ und natürlich „Pomp & Circumstances“.

Keine Adventsgala aber ohne ein gemeinschaftlich gesungenes Weihnachtslied, denn „Es ist für uns eine Zeit angekommen…“

 

Quelle: Lingener Tagespost, den 10.12.2018