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Vier Emsländer fahren zum Landeswettbewerb

Großartige musikalische Leistungen zeigten die Teilnehmer beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" so wie Miriam Lampenschulten mit ihrem Cello-Beitrag. Foto: Peter Löning

 

Die besten jungen Musiker der Region haben sich zum Wettbewerb "Jugend musiziert" am Wochenende in der Lingener Musikschule getroffen.

Der Musikwettbewerb "Jugend musiziert", ausgerichtet vom „Deutschen Musikrat“, bringt alljährlich junge Musiker dazu, mit großem Aufwand und dem Einsatz jeder Menge Übezeit, ein erlesenes Programm ihrer Kunst einer Fachjury vorzutragen und sich so messen zu lassen an sich selbst und seinen Altersgenossen. Für Manchen ist dieses der Höhepunkt des Musikschuljahres. Darauf wird lange und intensiv hingearbeitet. Oftmals ist die ganze Familie eingespannt. 

 

Dabei ist dieses "nur" der Regionalwettbewerb, denn „Jugend musiziert“ gliedert sich in drei Stufen. Diesem folgt für manche der Landeswettbewerb und wohl für die allerwenigsten am Ende der Bundeswettbewerb. Die Teilnahme an diesem findet sich mit großer Vorliebe in der Vita bedeutender großer Künstler wieder, was das Gewicht dieses Wettbewerbs dokumentieren mag.

Zum Regionalwettbewerb in Lingen trafen sich Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Emsland, Nordhorn und der Grafschaft Bentheim, denn so weit geht hier der Einzugsbereich. In diesem Jahr waren zudem zwei Teilnehmer aus Leer mit am Start. Der Leiter des Regionalausschusses Simeon Velinski betont, dass in diesem Jahr die Anmeldesituation im Verhältnis von Grafschaft und Emsland sich wieder etwas ausgeglichener darstelle als im Vorjahr.

 

Um im Wettbewerb eine gewisse Variabilität zu behalten, wechseln im

 Dreijahresrhythmus die ausgeschriebenen Kategorien. In Lingen gab es in

diesem Jahr Solobeiträge für Violine, Viola und Cello, für Schlagzeug und

Popgesang. Daneben gab es Ensemblewertungen für Gitarre sowie für Flöte,

Saxophon und Trompete jeweils im Duo mit Klavier wie auch Auftritte von

Vokalensembles bis hin zum Sextett. Die dabei vorgetragenen Werke konnten

sich mitunter durchaus hören lassen, waren teilweise von merklichem

Anspruch, virtuos und gehaltvoll. So manches überaus beeindruckendes Stück

wurde den Jurys und den Zuhörern hier geboten.

Gänzlich gefehlt, weil wohl aus dem Musikleben verschwunden, hat das

 Akkordeon. Harfenensembles wären gefragt gewesen, leider aber scheint

auch dieses wunderschöne Instrument in weitem Umkreis nicht vertreten zu

sein. Ebenso fehlten hier auch Beiträge der Klavier-Kammermusik.

Um solche Vielfalt an Beiträgen möglichst konzentriert aufzufangen, gab es hier parallele Wertungen in vier verschiedenen Räumen. Die Musikschule ist wegen der Unbenutzbarkeit des „Bürgermeisterhauses“ momentan als Räumlichkeit mit solchen Anforderungen überfordert, so mussten die Organisatoren ausweichend auch Räume im Professorenhaus einbeziehen. Auf solche Weise aber konnte der gesamte Wettbewerb in überschaubarer Zeit gestemmt werden; bereits am frühen Abend standen alle Ergebnisse fest.

Die Jurys vergaben die vollen zu erreichenden 25 Punkte an nur zwei Teilnehmer, sie gingen an den Nordhorner Schlagzeuger Joris Hupe sowie an die sehr junge Speller Violinistin Pia Thiemann. Sie wird zu jung sein für eine Weiterleitung.

Vier der 26 Teilnehmer aus dem Emsland qualifizierten sich für den

Landeswettbewerb im März in Hannover: Mit 24 Punkten sind es: Johanna

Heinen und Denize Marta Stutina (Popgesang), sowie Vincent Liu (Violine)

und mit 23 erreichten Punkten ist auch Lucas Cantzen (Violine) dabei.

 

Quelle: Lingener Tagespost, den 20.01.2019