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Peter Löning mit seiner Gitarre im Dauereinsatz

Stark gefordert war Peter Löning beim Lehrerkonzert der Musikschule des Emslandes, hier mit Elisabeth Groth an der Querflöte. Foto: Peter Müller

 

Einen bunten Reigen kammermusikalischer Miniaturen bekamen die 70 Zuhörer des Lehrerkonzerts geboten, das die Musikschule des Emslandes auf Initiative von Peter Löning in der Aula der Musikschule Lingen dargeboten hat.

Zehn musizierende Lehrer und Lehrerinnen und eine gut gelaunte Moderatorin (Katharina Vest) gestalteten einen abwechslungsreichen, kurzweiligen und informativen Abend mit elf Programmblöcken in der gut gefüllten Aula.

Ein Blockflötentrio (mit Elisabeth Groth, Maria Haase und Robert Boelens) spielte zunächst auf drei Bassflöten verschiedener Größe die zartklingende „Philomela“ des Renaissancekomponisten Thomas Morley, im zweiten Teil auf Sopran-, Alt- und Tenorflöte ein fröhlich-beschwingtes Trio von Antonio Vivaldi.

Eine zweite Holzbläserformation aus Klarinette und Fagott (Jennifer Schubert und Grzegorz Sperski) interpretierte zupackend zunächst ein jiddisches Lied („Bei mir bistu shein“) und später den Tango „Oblivion“ von Astor Piazolla.

Stefanie Löning eröffnete die zweite Halbzeit mit zwei Sätzen einer Klaviersonate von Joseph Haydn mit einem spannungsreichen Adagio sowie einem aufgewühlten, virtuosen Rondo, das sie souverän meisterte.

Peter Löning schließlich gab nicht nur den Ausschlag für diese lohnenswerte Veranstaltung, er war mit seiner Gitarre auch quasi im Dauereinsatz bei fünf Programmbeiträgen.

So im Duo mit Maria Hasse (eine anmutig musizierte Sinfonia des italienischen Barockkomponisten Bartolomeo Montalbano mit den typischen vielen Charakterwechseln), mit Viola Venschott-Bucaliu in drei Nocturnes von Friedrich Burgmüller mit kantablem und sonorem Cello-Klang.

Elisabeth Groth (Querflöte) musizierte mit ihm „Entr‘ Acte“ von Jacques Ibert, eine kurzweilige Musik vor der Pause. I

Im zweiten Teil servierte er gemeinsam mit Simeon Velinski eine Rarität für Horn und Gitarre, das dreisätzige „Duo concertant“ des nahezu unbekannten Beethoven-Zeitgenossen A. Corret.

Zwei weitere Gitarristen waren leider erkrankt, also spielte Löning kurzerhand ein Solo (Prélude I von Heitor Villa-Lobos).

Den Abschluss des Abends bildete die Komposition „Salida del Sol“ (Sonnenaufgang) der beiden Komponisten Dieter Kreidler und Udo Kamjunke für Violine (Ulrike Seiling) und nochmals dem unermüdlichen Peter Löning.

 

Quelle: Lingener Tagespost, den 24.02.2019