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Musikerleben für Säuglinge

Freuen, dass es bald endlich losgehen kann mit der neuen "Musikwiese" in der Musikschule - Joppe und Fenna mit ihren Müttern Dorothea Lühn und Katrin Elbeshausen hier mit Musikschuldirektor Martin Nieswandt und der Musikpädagogin Katharina Vest. Foto: Peter Löning

 

„Musikwiese“ heißt ein neues Angebot der Musikschule des Emslandes, das sich speziell an Säuglinge im Alter von 5 bis12 Monaten richtet. Bereits im August soll es in Lingen damit losgehen.

Mit handlichen Instrumenten wie Glöckchen und Rasseln und mit bunten Tüchern, mit Fingerspielen, ‚Kniereitern‘ und vor allem mit vielen, vielen Liedern sollen alle Wahrnehmungsbereiche der Babys angesprochen werden. Natürlich geht das nur in Begleitung einer „eng vertrauten Person“ (in der Regel wohl Mutter oder Vater) 

"Vor 40 Jahren ist man im Alter von vielleicht acht Jahren mit dem ersten Instrumentalunterricht angefangen", erzählt Musikschuldirektor Martin Nieswandt bei der Vorstellung des neuen Angebotes. Über die Musikalische Grundausbildung, die Musikalische Früherziehung und später dem 'Musiziergarten' habe sich die Musikschule einer immer jüngeren Klientel angenommen. Nicht zuletzt der großen Nachfrage von Seiten der Hebammen nachkommend, widmet man sich nun den ganz kleinen, den Säuglingen ab etwa fünf Monaten.

Singen, singen, singen ...

Initiatorin dieses Angebots ist die Musikpädagogin Katharina Vest, für die sich hier ein lang angestrebtes Herzensanliegen erfüllt. Ihr geht es darum, den Kindern Angebote verschiedenster Gestalt zu machen und zu sehen, wie sie darauf reagieren. „Alle Sinne werden angesprochen“. Dabei spielt das Singen eine große Rolle. „Singen ist das, was die Kinder am ehesten anspricht. Das Motto heißt: singen, singen, singen.“ Wiegenlieder, Schaukellieder und vieles mehr wird gesungen werden, was anschließend auch zuhause fortgesetzt werden kann. 

„Entdeckungsreise in musikalische Klangwelten“

Das Hören sei der erste Wahrnehmungsweg eines jungen Menschen, bereits im Mutterleib werde die Umgebung gehört und das ungeborene Kind gehe über das Hören mit der Welt in Beziehung. Dementsprechend geht es für die Kleinen auf „Entdeckungsreise in musikalische Klangwelten“.

Das  neue Projekt soll das Singen auch wieder zu den Müttern (und anderen eng vertrauten Personen) tragen, denn über das eigene Singen präge sich eine enge Beziehung zum Kind, ist Vest überzeugt „Viele Eltern kennen gar keine Lieder mehr, was unglaublich schade ist.“ Schulleiter Nieswandt fügt an, dass wer nicht mit seinen Kindern im frühen Alter sänge, sich nicht wundern dürfe, wenn diese zehn Jahre später nicht auf ihre Eltern hörten. Der Bezugspunkt der Mutterstimme als Orientierungshilfe für die Kinder würde verbreitet unterschätzt. Insofern bringt dieses Angebot der „Musikwiese“ einen gewissen Kompetenzerwerb auch für die Eltern. Die Eltern sollen so viel mitnehmen können, wie möglich, um auch im Rest der Woche mit den Kindern zu singen.

Alle drei Monate eine neue Gruppe

Die Musikschule wird ihre Ausstattung für dieses Angebot selbstredend um eine Wickel- und eine Stillmöglichkeit erweitern. Die Kurse werden so angelegt sein, dass es alle drei Monate eine neue Gruppe gibt, jeweils zum August, November, Februar und Mai. So will die Musikschule sicherstellen, dass die Altersspanne in den Kursen drei Monate nicht überschreiten, denn die Entwicklung sei hier schließlich rasant. Vorerst ist das Angebot beschränkt auf die Musikschule in Lingen, wo Katharina Vest im August den ersten Kurs starten will.

Angedacht ist für den startenden Kurs ein Termin ab August am Dienstagmorgen (9.30 und 10.15 Uhr) in den Lingener Räumen der Musikschule am Alten Pferdemarkt. Nähere Informationen und Anmeldeunterlagen gibt es unter info@musikschule-des-emslandes.de oder telefonisch unter der Nummer 05931-98060. Die Gebühr für diesen Kurs wird monatlich 17,50 Euro betragen.

 

Quelle: Lingener Tagespost, den 20.06.2019