Sie sind hier: Start / News / Insektentheater auf Papenburger Blumenschau kommt an

„Die große Welt der Krabbeltiere“

Zum Mitmachen wurde das Publikum beim Insektentheater auf der Bühne im Papenburger Stadtpark animiert. Foto: Sabrina Holthaus


Für Begeisterung bei den zumeist jungen Zuschauern hat das von der Kunstschule Zinnober präsentierte Insektentheater auf der Papenburger Blumenschau im Stadtpark gesorgt. Für die musikalische Untermalung sorgten Kinder und Jugendliche der Musikschule des Emslandes.

"Wer zu groß ist, sieht das kleine Volk nicht", leitete Broder D. Balzer in das Figurentheater "Die große Welt der Krabbeltiere" ein. Daraufhin forderte er die Zuschauer vor der Bühne im Stadtpark auf, sich zusammenzuziehen und zu schrumpfen, bis sie mit den Insekten auf Augenhöhe sind. Balzer selbst hat die Geschichte geschrieben und die Musik komponiert. Zudem dirigierte er die Musiker der Musikschule des Emslandes, die das Stück mit Streichinstrumenten begleiteten. 

 

Gut gefüllt waren die Sitzreihen vor der Bühne während der Aufführung.                Foto: Sabrina Holthaus


Carlos und Tacitus in der Großstadt

In dem Stück geht es um die Grille Carlos und die Schmeißfliege Tacitus, die sich in die Großstadt aufmachen und auf viele unterschiedliche Insekten treffen. Von Mücken, die ein Tattoostudio leiten, bis hin zu Schneckenbus und Raupentaxi sind einige kuriose Gestalten dabei. Hierbei lernen die Zuschauer mehr über die Insekten und ihre Vorlieben kennen. Am Ende helfen Carlos und Tacitus der Raupe sich zu verpuppen und sich in einen Schmetterling zu verwandeln.


Das Tattoostudio der Mücken "Stich & Drink". Foto: Sabrina Holthaus

Ein halbes Jahr Bauzeit

Aufgezogen wurde das "Papiertheater in Groß" von der Kunstschule Zinnober aus Papenburg in Kooperation mit der Musikschule des Emslandes. Die Arbeiten an dem aufwändigen Bühnenbild hätten insgesamt ein halbes Jahr gedauert, teilte der freischaffende Künstler sowie Tischler und Grafiker Ingo Heintzen mit. Zusammen mit den Kindern und Jugendlichen der Kunstschule wurden die Figuren entworfen, gebastelt und das Bühnenbild gebaut. Zusätzliche Förderung erhielt die Kunstschule dabei von der Emsländischen Landschaft.

"Kultur zum Selbstgestalten"

"Es wurde alles selbstgebaut", so Zinnober-Leiterin Petra Wendholz. Das Figurentheater sei einem klassischen Papiertheater des 19. Jahrhunderts nachempfunden. Der Bau stellte für Wendholz zufolge eine große technische Herausforderung dar. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. "Ich bin begeistert", so die Kunstschulleiterin. 

Zudem sei das Zusammenspiel von Kunst und Musik eine tolle Art, Kindern Kultur beizubringen. Die Aufführung stellt den Abschluss der Kunstoase auf der Blumenschau dar, die unter dem Motto "Kunst öffnet Welten" Kindern und Jugendlichen verschiedene Kunstformen näher brachte.

Die Personen hinter den Figuren

Gesprochen und gesungen wurden die Pappfiguren von Angelika Vogel, Katja Kupke und Broder D. Balzer von der Musikschule des Emslandes. Für die Bewegungen der Figuren sorgten Lisa Marie Barth und Lan Tu. Die Regie führte Puppenspielerin Jorid Müller. Gemeinsam begeisterten alle Beteiligten das Publikum und brachten dieses mehrfach zum Lachen.

Die Figuren sprachen und bewegten (v.l.): Angelika Vogel, Katja Kupke, Lan Tu und Lisa Marie Barth. Foto: Sabrina Holthaus

Quelle: Ems-Zeitung, den 02.08.2019