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Neues Angebot in Papenburg / Ausbildung auf hohem Niveau das Ziel

Der Ballettraum im Musikschulgebäude soll mit Leben gefüllt werden, dies wünschen sich Musikschuldirektor Martin Nieswandt (links) und Tanzpädagoge Karol Rednik. Foto: Iris Kröhnert

 


Die Musikschule des Emslandes erweitert ihr Angebot für Tanzbegeisterte in Papenburg. Künftig kann hier auch die Ausbildung im klassischen Ballett aufgenommen werden.

Das Musikschulgebäude, An der Marktkirche 10, verfügt seit einiger Zeit über einen Ballettraum. Eigentlich sollte der Saal schon vor Monaten mit Leben gefüllt werden, doch die Corona-Pandemie sorgte für eine Verschiebung. Dies berichtete Musikschuldirektor Martin Nieswandt im Gespräch mit unserer Redaktion. „Nachdem wir bereits seit vielen Jahren Ballett-Angebote von Lingen über Meppen, Haselünne und Sögel bis nach Dörpen haben, soll jetzt auch Papenburg dazukommen“, erklärt Nieswandt. Für den Unterricht sorgt der Choreograf und Tanzpädagoge Karol Rednik. Rednik möchte auf hohem Niveau eine Ausbildung im klassischen Ballett ermöglichen. Das Angebot richtet sich an Kinder ab sechs Jahre sowie an Jugendliche und auch an Erwachsene. „Nach oben ist keine Altersgrenze gesetzt“, sagt Rednik. Der Unterricht soll mittwochs ab 14 Uhr stattfinden. Bei großem Interesse können die Zeiten ausgeweitet werden. Die durch Corona bedingten Auflagen wirken sich auch auf den Ballettunterricht aus. So bietet der Raum für die Tänzer im Musikschulgebäude – unter diesen Bedingungen – Platz für acht bis neun Schüler, die gleichzeitig am Unterricht teilnehmen können.Während des Kurses darf die Mund-Nase-Maske abgelegt werden. Allerdings sei ein Abstand von zwei Metern zwischen den Teilnehmern einzuhalten, erklärt Rednik. Darauf will er seinen Unterricht abstellen. An jeder Längsseite des kleinen Saales befinden sich Ballettstangen. „Eine Vielzahl der Übungen wird folglich an den Stangen stattfinden, während ich selber in der Mitte stehe“, erläutert der Tanzpädagoge sein Konzept. „Wir müssen beim Training auf Elemente achten, die auf Distanz gehen“, präzisiert er. Seinen Unterricht möchte er individuell auf die Kursteilnehmer zuschneiden.

Dass Rednik einen Unterricht auf hohem Niveau vermitteln kann, beweisen auch seine zahlreichen Choreografien, die er im Emsland zur Aufführung brachte. So beispielsweise „Der Nussknacker“ als Gesamtkunstwerk im Theater Lingen oder Tschaikowskis „Schwanensee“ in der Aula des Windthorstgymnasiums in Meppen. Selber als Tänzer begeisterte Rednik unter anderem am Staatstheater Braunschweig, im Don-Quixote-Ballettsaal und an der Bayerischen Staatsoper, beide in München.

Als Tänzer betont Rednik die Wichtigkeit der Beherrschung der Grundlagen des klassischen Balletts. „Wenn die Basis stimmt, dann sind im Ballett und im Tanz viele Richtungen möglich“, zeigt er auf. Auch unterstreicht er die positiven Auswirkungen von Ballettunterricht und Training auf die Bewegung, die Haltung und die Motorik.

Weitere Informationen und Anmeldungen bei der Musikschule des Emslandes in Meppen unter der Telefonnummer 05931 98060.

Quelle: Ems-Zeitung, den 10.09.2020